| Professorinnenprogramm 2030

Gleichstellungsarbeit an vier rheinland-pfälzischen Hochschulen ausgezeichnet – Hochschule Mainz erhält Prädikatsauszeichnung

Vier rheinland-pfälzische Hochschulen sind von einem externen Begutachtungsgremium für ihre Gleichstellungsarbeit im Rahmen des „Professorinnenprogramm 2030“ ausgezeichnet worden. Darüber hinaus hat die Hochschule Mainz als eine von zwölf bundesweiten Hochschulen die Prädikatsauszeichnung‚ Gleichstellungsstarke Hochschule‘ erhalten. „Diese Auszeichnungen belegen die hervorragende Gleichstellungsarbeit an unseren Hochschulen. Darüber freue ich mich sehr und danke allen Beteiligten für ihr starkes Engagement. Denn nur wenn die Kompetenzen von Männern und Frauen auf allen Ebenen der wissenschaftlichen Karriere gleichermaßen zum Tragen kommen, können unsere Hochschulen wettbewerbsstark und innovativ sein“, so Wissenschaftsminister Clemens Hoch.

Das Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder leistet seit Jahren einen wichtigen Beitrag dazu, dass einerseits mehr Professuren mit Frauen besetzt und andererseits auch strukturell mehr Mittel in zusätzliche Gleichstellungsmaßnahmen investiert werden. Die Hochschulen Mainz und Kaiserslautern sowie die Universitäten Trier und Koblenz können nun bis zu drei Anschubfinanzierungen für Professorinnen beantragen, die Hochschule Mainz zusätzlich noch eine Stelle für eine Nachwuchswissenschaftlerin.

In der zweiten Auswahlrunde zum Professorinnenprogramm 2030 hat ein externes unabhängiges Begutachtungsgremium über die 67 eingereichten Gleichstellungskonzepte für Parität an den Hochschulen entschieden. 56 Hochschulen konnten mit ihren gleichstellungspolitischen Zielen, Strukturen und Maßnahmen überzeugen und wurden zur Förderung ausgewählt. Davon vier aus Rheinland-Pfalz. Die Gleichstellungskonzepte von zwölf der bundesweit zur Förderung ausgewählten Hochschulen wurden vom Begutachtungsgremium vor dem Hintergrund der jeweiligen hochschulspezifischen Situation sowie im Hinblick auf Hochschultyp und Hochschulgröße am besten bewertet. Für diese Leistung erhielten sie das Prädikat „Gleichstellungsstarke Hochschule“.  Auch die Hochschule Mainz wurde mit diesem Prädikat ausgezeichnet.

„Als eine von nur zwölf Hochschulen bundesweit hat die Hochschule Mainz die Prädikatsauszeichnung erhalten. Es ist ein großartiger Erfolg für die Hochschule Mainz und für die Arbeit unseres Gleichstellungsteams. Zur Beförderung von Chancengleichheit in der Wissenschaft ist ein grundlegender Kulturwandel notwendig. Mit der Förderung und der Auszeichnung für Gleichstellungsstärke wird unsere Hochschule im fortwährenden Ausbau unterstützender Strukturen bestätigt und gestärkt. Somit können wir diesen Kulturwandel auf dem Weg zu mehr Geschlechtergerechtigkeit entscheidend voranzutreiben. Die Türen der Hochschule Mainz stehen offen für Frauen, die die Wissenschaft stärken wollen, sagt Prof. Dr. Susanne Weissman, Präsidentin der Hochschule Mainz.

Im 1. Call des Professorinnenprogramms hatten sich 2024 bereits die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Hochschule Trier erfolgreich beworben. Diese beiden Hochschulen beantragen derzeit ihre zusätzlichen Professuren.

Das Professorinnenprogramm 2030 wurde im November 2022 von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) beschlossen. Bund und Länder stellen für das Professorinnenprogramm 2030 insgesamt 320 Millionen Euro über eine Laufzeit von erstmalig acht Jahren zur Verfügung. Rheinland-Pfalz unterstützt das Programm in der gesamten Förderperiode mit rund 4,5 Millionen Euro. Neu am Professorinnenprogramm 2030 ist die Prädikatsauszeichnung „Gleichstellungsstarke Hochschule“, die mit einer zusätzlichen Stelle für eine Nachwuchswissenschaftlerin verbunden ist. Außerdem wurden die Bedingungen für die kleineren Hochschulen verbessert, indem es die Möglichkeit gibt, dass mehrere Hochschulen gemeinsame Anträge stellen können. Zusätzlich wurde ein weiterer 3. Call als Bewerbungsmöglichkeit eingeführt. Auch wurde die Laufzeit von fünf auf acht Jahre erweitert und unterstreicht so die Bedeutung des Programms.

Seit 2008 gab es bereits drei erfolgreiche Programmrunden des Professorinnenprogramms, in denen insgesamt 52 zusätzliche Professorinnen an den rheinland-pfälzischen Hochschulen eingestellt werden konnten.

Das Professorinnenprogramm ist ein zentrales Instrument von Bund und Ländern, um die Gleichstellung von Frauen und Männern an den Hochschulen zu fördern, die Anzahl von Frauen in Spitzenfunktionen im Wissenschaftsbereich zu steigern und die Repräsentanz von Frauen auf allen Qualifikationsstufen im Wissenschaftssystem nachhaltig zu verbessern.

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