| Gleichstellung in Forschung und Lehre

Aufsichtsrat der Universitätsmedizin setzt auf mehr Gleichstellung zwischen Frau und Mann

Die Landesregierung betrachtet die Gleichstellung von Frauen und Männern als ein zentrales Ziel aller Politikfelder. Der Aufsichtsrat der Universitätsmedizin Mainz hat sich in seiner aktuellen Sitzung mit diesem Thema befasst und dabei die Situation in der rheinland-pfälzischen Forschungslandschaft im Allgemeinen und an der Universitätsmedizin im Speziellen betrachtet. „Frauen sind im rheinland-pfälzischen Wissenschaftssystem auf höheren Qualifikationsebenen und in Leitungsfunktionen immer noch unterrepräsentiert. Beteiligung in Leitungspositionen ist trotz einer gleich hohen Zahl von Frauen unter Studierenden und Hochschulabsolventen gering. Das müssen und das werden wir ändern. In Rheinland-Pfalz wird im Bereich der Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit bereits Vieles geleistet. Es bleibt von enormer Bedeutung, dass beispielsweise in den MINT-Fächern mehr junge Frauen studieren und auch langfristig in der Wissenschaft bleiben. Auch bei der Entwicklung von Berufungsstrategien werden wir auf mehr Geschlechtergerechtigkeit setzen“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende der Universitätsmedizin Mainz, Wissenschaftsminister Clemens Hoch. Es bleibe erklärtes Ziel, deutlich mehr Frauen für Wissenschaft und Forschung zu gewinnen, mehr weibliche Exzellenz nachhaltig im System zu halten und insbesondere den Anteil von Frauen in wissenschaftlichen Spitzenpositionen zu erhöhen, so der Minister.

Für die Professionalisierung der Gleichstellungsarbeit und für die Weiterqualifizierung von Wissenschaftlerinnen stellte das Land im Jahr 2024 rund 200.000 Euro zur Verfügung. Ab 2025 ist das Gleichstellungsprogramm insgesamt mit einer Million Euro pro Jahr hinterlegt.

„Nachwuchswissenschaftlerinnen und Habilitationen von Ärztinnen zu fördern, ist uns ein ebenso wichtiges Anliegen wie die Anzahl von Professorinnen zu steigern. In unserem Gleichstellungsplan 2018 - 2024 hatten wir uns das Ziel gesetzt, für jede dritte Neubesetzung einer Professur – W3 wie W2 – eine Frau zu gewinnen. Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen, dieses Ziel erreicht zu haben“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Hansjörg Schild, kommissarischer Wissenschaftlicher Vorstand der Universitätsmedizin Mainz. Dr. Birgit Pfeiffer, Gleichstellungsbeauftrage für wissenschaftlich Beschäftigte der Universitätsmedizin Mainz, ergänzt: „Um diese Erfolge fortzuführen, fördern wir beispielsweise Nachwuchswissenschaftlerinnen auf ihrem Weg in eine Führungsposition mittels unseres einjährigen MeMentum-Programms. In diesem Jahr sind wir mit insgesamt 15 neuen Mentees in die 18. Runde gestartet. “

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